Beschreibung
Intelligentes Steuergerät BSI S03-00 Siemens für Peugeot 407
Präzises Komfortsteuergerät für Peugeot 407, geeignet für professionelle Autowerkstätten und ambitionierte Heimwerkerkunden. Das Steuergerät BSI S03-00 von Siemens (Artikelnummern 9655708480 / S120104600) steuert zentrale Komfort‑ und Karosseriefunktionen und ist eine häufig gesuchte Ersatzlösung bei Elektronikproblemen im PSA‑Fuhrpark. Mechaniker finden hier kompakte Informationen zu Einbau, Funktion und typischen Ausfallursachen, inklusive relevanter Produktcodes zur schnellen Identifikation.
Technische Informationen
- Hersteller: Siemens
- Modell: Peugeot 407
- Produktcodes: 9655708480, S120104600, S03-00
- Weitere Nummern: 6580FW, L 6580FW
Funktion und Einsatz
Das BSI (Boîtier de Servitude Intelligent) ist die zentrale Komfort‑Steuereinheit im Fahrzeug. Es verwaltet Funktionen wie Zentralverriegelung, Innen‑ und Außenbeleuchtung, Scheibenwischersteuerung, Fensterheber, Erinnerungssignale und Schnittstellen zum Motorsteuergerät sowie zur Wegfahrsperre. Kommunikation läuft über die Bordnetze (CAN/Bus). Ein fehlerhaftes BSI kann zu sporadischen Ausfällen verschiedener Komfortfunktionen oder zu Startproblemen führen.
Einbau und Austausch
Vorgehensweise kurz zusammengefasst:
- Batterie abklemmen und Sicherheitsvorkehrungen beachten.
- Innenverkleidung und Abdeckungen im Fußraum/Amaturenbrett entfernen, um Zugang zum BSI zu erhalten.
- Sicherung der Steckverbinder fotografieren oder kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
- Steckverbinder kontrolliert abziehen, Befestigungsschrauben lösen und Einheit entnehmen.
- Neue Einheit positionieren, Steckverbinder einrasten und Verschraubung mit dem vorgeschriebenen Drehmoment durchführen.
- Nach Einbau Programmierung/Kodierung prüfen (siehe Abschnitt Montage und Codierung – Wichtig).
Empfehlung für die Montage
Einbau von qualifiziertem Personal; Arbeit mit Batterien nur nach Herstelleranweisungen. Vor Demontage stets Batterie abklemmen, um Spannungs‑ oder Kurzschlussschäden zu vermeiden. Steckkontakte vor dem Wiederanschluss auf Korrosion und Beschädigung prüfen. Bei Verdacht auf Feuchtigkeitseintritt sollten betreffende Steckverbindungen gereinigt und getrocknet werden.
Häufige Ausfallursachen
Die häufigsten Gründe für BSI‑Defekte sind:
- Feuchtigkeitseintritt und Korrosion an Steckverbindern oder Platinen.
- Spannungsspitzen/elektrische Störungen (z. B. nach einer Batterieersatzaktion oder Starthilfe mit falscher Polung).
- Mechanische Beschädigung durch Gewalt oder unsachgemäße Montage.
- Alterungserscheinungen von Lötstellen und elektronischen Bauteilen.
Montage und Codierung – Wichtig
- Einheit ist gebraucht und mit dem ursprünglichen Fahrzeug (VIN/PIN/Schlüssel) gekoppelt.
- Möglichkeiten zur Inbetriebnahme:
- 1) Klonen der Daten von der alten Einheit (EEPROM/Flash) – nach dem Klon ist die Einheit Plug‑and‑Play.
- 2) Virginisierung und anschließende Initialisierung/Codierung über DiagBox (ggf. online) + Anpassung der Schlüssel.
- Empfohlen durchzuführen von einem Fachbetrieb mit PSA‑Servicetool (DiagBox/Lexia/PP2000).
- Vor Demontage/Montage immer die Batterie abklemmen und Herstellervorgaben einhalten, um Beschädigungen an der Einheit zu vermeiden.
Hinweis für Werkstätten und Heimmechaniker
Zur schnellen Identifikation des passenden Ersatzteils empfehlen sich die genannten Produktcodes (9655708480, S120104600, S03-00). Bei Problemen mit Multifunktionsausfällen empfiehlt sich zuerst eine Sichtprüfung der Steckverbindungen und Sicherungen, dann die Fehlerauslese über ein geeignetes Diagnosegerät. Für Codierung und Anpassung von Schlüsseln/Immobilizer ist die PSA‑Diagnosesoftware erforderlich.







