Beschreibung
Steuergerät MAGNETI MARELLI für das Einspritzen und die Steuerung des Partikelfilter-Systems (FAP/DPF) bei Citroën- und Peugeot-Fahrzeugen.
Dieses Steuergerät EAS300.01 ist für Werkstätten und versierte Heimschrauber konzipiert, die an Diesel-Fahrzeugen mit Partikelfilter-System arbeiten. Die Einheit steuert das Dosiersystem für FAP-Additiv und überwacht beziehungsweise steuert die Regenerationsvorgänge des Dieselrußpartikelfilters (DPF/FAP). Durch die genaue Steuerung trägt das Steuergerät zur zuverlässigen Regeneration und zur Reduzierung von Partikelemissionen bei. Produktnummern und Referenzen werden häufig zur Suche verwendet, daher sind die wichtigsten Codes weiter unten aufgeführt.
Kompatibilität und Einsatzbereiche
Passend für ausgewählte Modelle von Citroën und Peugeot, darunter unter anderem:
- Citroën C5
- Peugeot 307
Bitte prüfen Sie in Ihrer Teileliste oder im Fahrzeugdatenblatt, ob die aufgeführten Produktcodes mit dem im Fahrzeug vorhandenen Steuergerät übereinstimmen.
Technische Informationen
- Hersteller: Magneti Marelli
- Modell: EAS300.01
- Produktcodes: 9647428280, 9647428280-01
- Weitere Nummern: 9733309901, 09733309901, 1525CY
Funktion und typische Fehlerbilder
Das Steuergerät regelt das Dosiersystem für FAP-Additiv sowie die Abläufe zur Regeneration des Partikelfilters. Häufige Symptome eines defekten Steuergeräts sind Fehlermeldungen im Steuergerät (Motorkontrollleuchte), unvollständige oder ausbleibende Regenerationen, erhöhter Rußausstoß und in Folge vermehrte Verstopfungen des Filters. Ursachen für Ausfälle sind meistens Alterung, Korrosion an Steckverbindungen, Feuchtigkeitseintritt oder Spannungsprobleme durch Batterie- oder Lichtmaschinenstörungen.
Einbau und Austausch
Allgemeine Schritte zum Austausch:
- Fahrzeug spannungsfrei machen: Batterie abklemmen.
- Zugang zum Steuergerät verschaffen (je nach Modell im Motorraum oder unter der Verkleidung).
- Steckverbindungen und Halteklammern entfernen, Steuergerät ausbauen.
- Neues oder übernommenes Steuergerät einbauen, Steckverbindungen sauber und korrekt aufstecken.
- Batterie wieder anschließen und System starten.
Bei Einheiten, die mit dem Fahrzeug gekoppelt sind, sind nach dem Einbau Anpassungen und Kodierungen erforderlich (siehe Abschnitt „Montage und Codierung – Wichtig“ weiter unten). Befolgen Sie stets die Herstellervorgaben zur Reihenfolge und Anzugsmomenten, um Beschädigungen zu vermeiden.
Montageempfehlung
- Vor Demontage immer die Batterie abklemmen.
- Kontaktflächen und Steckverbinder auf Korrosion prüfen und bei Bedarf reinigen.
- Elektrische Leitungen auf Beschädigungen kontrollieren, Masspunkte prüfen.
- Nach Montage Fehlerspeicher auslesen und prüfen, ob Anpassungen/Kodierungen notwendig sind.
Warum der Teil meist ausfällt
Hauptgründe sind Alterung durch Temperaturwechsel und Vibrationen, Korrosion an Steckverbindungen durch Feuchtigkeit sowie elektrische Störungen (Spannungsspitzen, schlechte Batterie). Häufig verschärfen verstopfte oder schlecht regenerierende Partikelfilter die Belastung des Steuergeräts, weil es häufiger in Regenerationszyklen arbeiten muss.
Montage und Codierung – Wichtig
- Die Einheit ist gebraucht und mit dem Originalfahrzeug „gepaart“ (VIN/PIN/Schlüssel).
- Möglichkeiten zur Inbetriebnahme:
- Klonen der Daten von der alten Einheit (EEPROM/Flash) – nach dem Klon ist die Einheit Plug-and-Play.
- Virginisieren und anschließende Initialisierung/Telecoding über DiagBox (ggf. online) + Anpassung der Schlüssel.
- Empfohlen: Durchführung durch einen Fachbetrieb mit PSA-Serviceausrüstung (DiagBox/Lexia/PP2000).
- Vor Demontage/Montage immer die Batterie abklemmen und die Herstellervorgaben beachten, um Beschädigungen der Einheit zu vermeiden.
Hinweis für Werkstätten und Heimschrauber
Dieses Steuergerät wird häufig unter den Referenznummern 9647428280, 9647428280-01, 9733309901 und EAS300.01 gesucht. Technisches Verständnis für Fahrzeugdiagnose und Codierung ist bei Austausch erforderlich. Bei fehlender Diagnoseausrüstung empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer Fachwerkstatt, um fehlerhafte Kodierung oder Fehlfunktionen zu vermeiden.







